Verfasst von: Joachim Sucker | März 17, 2017

OER-Kooperation macht Spaß!

OER ist eigentlich nicht mein Lieblingsthema. Zu kompliziert, zu komplex und zu schwierig. Und trotzdem bekamen wir 2016 den OER-Award in der Kategorie Erwachsenenbildung für den ichMOOC.

Neulich telefonierten Stefan Will vom Deutschen Volkshochschulverband und ich. Irgendwann im Gespräch erwähnte ich, dass ich ein Tutorial zum Thema Videoproduktion mit dem Smartphone machen wollte. Wir waren ziemlich überrascht, denn bei ihm stand das Thema auch auf der Agenda und er war in der Konzeption schon klar. Sein erstes Tutorial dazu stand kurz vor dem Abschluss.
Wir haben dann kurzerhand entschieden, dass wir dazu im Sinne von Offenen Bildungsmaterialien (OER) gut kooperieren könnten. Da war das Thema OER wieder da.

So hat Stefan das erste Tutorial zum Thema „Videoeinstellungen im Smartphone“ produziert. Nach der Fertigstellung habe ich draufgeschaut und zusammen mit Alexander Eberhard Gedanken für die Fortsetzung gemacht.

 

Das Ergebnis ist die Vorstellung von kleinem und günstigem Equipment, um die Videoqualität etwas zu heben. An dieser Stelle herzlichen Dank an Alex. Professioneller geht´s nicht!!!

 

 

Stefan hat dann nachgelegt und noch ein Tutorial zur Datenkomprimierung von Videos gedreht.  Das ist ja wichtig, damit der Datentransfer gut über die Bühne geht.

 

 

Warum ich das aufschreibenswert finde?
Verbände oder große Institutionen tun sich oft schwer, mit anderen gemeinsam offene Bildungsmaterialen zu erzeugen. Das gilt natürlich auch für Unternehmen mit ihrem marketinggetriebenen sog. Alleinstellungsmerkmal. Überall muss der eigene Stempel drauf.

Die Perspektive dabei ist die der Produzenten und nicht der Nutzer. Bei einem Perspektivwechsel könnten OER-Materialien ihr volles Potential erzeugen. Wenn erst einmal das Basismaterial vorhanden ist, können eigene Schwerpunkte hinzugefügt werden. Das kann entweder eine direkte Bearbeitung des Basismaterials sein, so es die cc-Lizenz erlaubt, oder eine Fortsetzung. Hierbei ließen sich die unterschiedlichen Netzwerke (DVV und allesauszucker) auch noch in der Veröffentlichung nutzen.

Und noch etwas: Die Fähigkeit der Kooperation ist in der digitalisierten Gesellschaft eine kaum zu überschätzende Fähigkeit. OER bietet dafür einen geeigneten Rahmen.

Stefan und ich werden auf dem vhsBarcamp am 5./6. Mai in Kaiserslautern gemeinsam eine Session anbieten, die dann natürlich auch noch den Content zu Drehbuch und Sehgewohnheiten im Web ergänzen soll. Vielleicht machen wir daraus eine nächste Folge oder jemand anderes aus dem Workshop hat dazu eine gute Idee.

So macht OER auch für mich als Freiberufler viel mehr Spaß.

 

Wer noch mehr über OER erfahren möchte, sucht im Web oder geht auf eines der OER-Camps.

Und noch ein Tipp: Wer sich zum OER-Fachexperten ausbilden lassen will, kann über den Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches eine kostenfreie Fortbildung besuchen.

 

 

 

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