Verfasst von: Joachim Sucker | 1. März 2017

Warum ich das Basislager vorbereite

leuchtfeuer

 

Nein, alle zwei Jahre einen MOOC zu veranstalten, das ist nicht meine Motivation für den neuen Leuchtfeuer 4.datei_0010 MOOCEs ist eher eine stetig wachsende Erkenntnis, dass Lernen im digitalen Zeitalter nicht das Händeln irgendwelcher Webtools ist, sondern eine Haltung braucht.

2013 im vhsMOOC haben wir uns sehr intensiv mit damaligen Webtools beschäftigt. 4 Jahre später hat sich nicht sehr viel geändert. YouTube ist immer noch DER Veröffentlichungskanal, WordPress immer noch eine wichtige Blogsoftware, Xing gibt es immer noch und Hangouts auch. All das wird jetzt im neuen EB-MOOC auf iMOOX aktualisiert. Soweit, so gut.
Oder nehmen wir die Debatte der Lernmanagement-Plattformen: Elias, Moodle, Blackboard, usw.. Ohne eine Plattform scheint nichts zu gehen. Wir denken noch als erstes über unser eigenes Haus im Web nach. Es ist, als ob wir in einem gigantischen Strom ein Haus mit Fundament bauen wollten, wo doch ein Boot viel sinnvoller wäre. Wir agieren als Institution, als Bildungshaus und das wollen wir auch bleiben. Wir bauen weiter an unserer Bühne und wollen diese nicht verlassen. Das ist verständlich, aber ist es der geeignete Weg?

Wir sprechen von agilen Einrichtungen, von lernenden Organisationen, getrimmt auf neuen Output in Form von Angeboten, die unterschiedliche, erweiterte Tools benutzen. Das Arbeiten in dieser lernenden Organisation verändert sich aber wenig – 5 Tage, 8 Stunden, meistens am eigenen Schreibtisch in der gemeinsamen Abteilung. Es werden Menschen eingestellt, die in dieses Raster passen. Risikominimierung ist das Leitmotiv.

Darüber verlieren wir aus den Augen, dass neue Lernvoraussetzungen gefragt sind. Selbstorganisiertes Lernen und  Wissen um die Ressourcen im Web sind Merkmale, die wir vermitteln sollten. Dazu braucht es Menschen, die diese neuen Formen bereits anwenden. Wohin das die Bildungsinstitutionen treibt – ich weiss es nicht.

Nicht falsch verstehen, es ist kein Vorwurf. Es ist eher eine subjektive Beschreibung von Entwicklungsprozessen, die sich von wichtigen Teilen gesellschaftlicher Entwicklung abkoppeln. Arbeit 4.0 führt automatisch zu Lernen 4.0. Flexibel zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar. Das können Bildungseinrichtungen schwer leisten. Das ist die Domain des informellen Lernens, des Lernens am Arbeitsplatz just in time. Wer in ein Co-Working-Space geht und fragt, wie das Lernen dort organisiert wird, trifft auf suchende Augen. Wieso lernen? Wir arbeiten hier zusammen und wenn eine Frage offen ist, dann sucht man mit anderen die Antwort. Aber Lernen im klassischem Sinn ist das eher nicht.

Je mehr ich mich mit diesen Formen, die ja nicht wirklich neu sind, beschäftige, desto klarer sehe ich den Holzweg, auf den vor allem die Medienkompetenz gepriesen wird. Ich stelle mir eine Einrichtung vor, die mit allen Webtools virtuos spielt und trotzdem das Jahres- oder Halbjahresprogramm herausbringt, wo die Bildungsmenschbildschirmfoto-2017-03-01-um-10-57-11en weiter in ihren Büros sitzen und sich Gedanken machen, was andere Menschen lernen sollten. Um unsere Bildungstempel herum passiert so viel: MakerSpace, FabLabs, offene Werkstätten, Co-Working-Space in unterschiedlichsten Ausprägungen. Die Szene explodiert geradezu. Selbst die Hochschule der Bundeswehr gründet einen Maker-Space in Hamburg und versucht damit an neue Zielgruppen in Schulen zu kommen. Das Paradies der Digitalen, das Silicon Valley hält auch einige “Wunder” bereit. Jede Woche sind deutsche Delegationen zu Gast. Und?

Ich möchte mehr entdecken. Mit anderen auf den Weg machen, die digitale DNA zu entschlüsseln. Selbstverständlich können wir weiter so arbeiten wie bisher, doch es braucht Ergänzungen, es braucht Experimentierräume. Diese Räume zu erkundschaften, dazu wird das Leuchtfeuer 4.0 beitragen. Ich freue mich sehr, mit Nina Oberländer und Anja Wagner zwei Scouts gefunden zu haben, die freudig und mutig bildschirmfoto-2017-03-01-um-10-46-05das Basislager vorbereiten. Und wie es die digitale DNA vorschreibt, ohne das Ergebnis und die Mitwirkenden jetzt schon zu kennen. Seit Monaten treffen wir Drei uns per Videokonferenz und ich staune, wie sich das Puzzle ganz langsam zu einem Bild entwickelt. Ein Zelt ist erkennbar, aber wo es steht – keine Ahnung. “Always beta” beschreibt zukünftige Entwicklungen treffend.
Ich freue mich, wenn die Richtigen das Basislager für unsere Expedition mit aufbauen. Da verliert der erste Buchstabe von MOOC, der für Massiv steht, an Bedeutung. Wer also mit auf Expedition will, dem empfehle ich erst einmal die Geschichte, die Nina für uns alle aufgeschrieben hat.

Alles weitere folgt dann – irgendwie. Sicher always beta. Bis dann – ich freu mich auf jeden von Euch!

 

Nachtag:
Inzwischen ist die Küche im Basislager auf Facebook eingerichtet.

 


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Verfasst von: Joachim Sucker | 17. Januar 2017

Keiner will digitale VHS-Kurse

So kann ich die Klagen von VHS-LeiterInnen auf den Punkt bringen.

Da legt die VHS sich eine Lernplattform wie Moodle an, will dort Materialien zu den Kursen hinterlegen und keiner interessiert sich dafür. Das sorgt für Unmut und führt zu einem Rückzug aus dem digitalen Geschäft.

Aber die Gründe sind hausgemacht.

  1. aepfel-und-birnenWenn die VHS über Jahrzehnte keine digital unterstützten Kurse anbietet, sucht auch keiner in der VHS nach solchen Angeboten. Wer immer nur Äpfel verkauft, hat genau die richtige Kundschaft dafür und kann nicht erwarten, dass sich Birnen sofort gut verkaufen lassen.
  2. Der Mehrwert für Kunden durch die Hinterlegung von Unterrichtsmaterial auf Moodle ist gering. Moodle wird schon oft als PDF-Schleuder bezeichnet. Für die Kunden ein erhöhter Aufwand, denn das Einarbeiten auf Moodle ist für nicht webaffine Kunden ein zusätzlicher Aufwand. Da nehme ich doch lieber die Kopie von der Kursleitung.
  3. Überzeugende Kurskonzepte z.B. als Flipped-Classroom sind noch die Ausnahme. Die Produktionen laufen schwer an. Es gibt zu wenig Pädagogen oder Kursleitungen, die sich dafür begeistern. Naja und dann kommt wieder keiner ;-(
  4. Die Kurse bekommen auch wenig Marketingunterstützung. Sie gehen im Kurskatalog unter. Sie müssen sich neben den klassischen Präsenzkursen durchsetzen. Katalog und Flyer bekommen die Stammkunden, die ÄpfelkäuferInnen. Die Gruppe, die sich für solche Kurse interessiert, muss natürlich auch online angesprochen werden.

Dabei gibt es durchaus alternative Zugänge zu den neuen Kundenkreisen.

Grundlage für neue Wege ist die Erkenntnis, dass nicht jede VHS das Rad neu erfinden muss. Es gibt bereits sehr viel Material im Web. Und einiges davon ist sogar als offenes Bildungsmaterial ( OER ) zugänglich, kostenfrei und ohne, oder mit sehr geringen Einschränkungen in der Nutzung.

Ein Beispiel:

bildschirmfoto-2017-01-17-um-16-30-19Moin/Oncampus, die Plattform der Fachhochschule Lübeck für offene online Kurse sog. MOOCs (Massiv Open Online Course),  hat zur Jahreswende einen Foto-MOOC produziert. Inhalt und Leistungesniveau entspricht genau einem VHS-Einsteigerkurs in die digitale Fotografie (470 Treffer in der Kursdatenbank der Volkshochschulen).

 

bildschirmfoto-2017-01-17-um-16-34-59Der Kurs hat bisher über 750 Einschreibungen – ich bin einer davon. Alle Lernvideos stehen als OER zur freien Nutzung im Web. Selbst wenn der Kurs abgelaufen ist, was lediglich bedeutet, er wird nicht weiter unmittelbar betreut, stehen die Videos auf der mooin-Plattform oder bei YouTube weiter zur Nutzung. Hier liegt also ein fertiges Kurskonzept zur Nutzung bereit, ohne dass eine VHS dafür zahlen müßte oder nenneswert Arbeit investieren müßte.

Wenn eine VHS diesen Kurs aktiv bewirbt hat sie folgende Effekte:
Sie integriert einen fertigen Onlinekurs in ihr Portfolio. D.h. sie reserviert eine Meldung auf der Internetseite oder eine Anzeige im Programmheft. Die Kunden erfahren, dass über die VHS doch schon Online-Angebote erfasst werden. Die Kunden fühlen sich gut beraten.

Bei VHS-KollegInnen löst ein solches Vorgehen reflexartig Ängste aus. „Wir bringen die Menschen doch aktiv zu anderen Anbietern.“ Auf den ersten Blick stimmt das, aber ich habe es 2015 in der Hamburger VHS ausprobiert. Wir haben dort einen StrickMOOC anderer Volkshochschulen aktiv beworben. Wie ich von den StrickMOOC-Verantwortlichen hörte, durchaus erfolgreich. Der Effekt in Hamburg war aber auch, dass sich die Textil-Anmeldezahlen in dem Zeitraum erhöht haben. Ich habe dafür eine einfache Erklärung: Online-Kurse benötigen eine hohe Selbstdisziplin, um den gesamten Kurs zu absolvieren. Mit zunehmender Kursdauer schwindet die Motivation. Das Neue ist nicht mehr neu. Der Wunsch zum Stricken bleibt aber. Das führt zu Anmeldungen in den Präsenzkursen. Die TeilnehmerInnen wissen sehr wohl, dass eine Präsenzgruppe die Motivation hochhalten kann. Diese These ist nicht belegt, aber weitere Versuche würden sich sicher lohnen.

bildschirmfoto-2017-01-17-um-16-31-22 Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten für den Fotokurs. Die VHS kann zu diesem Online-Kurs einen Begleitkurs anbieten. Die Fakten werden über die MOOC-Videos gelernt und die Handhabung kann in Präsenz mit der Gruppe geübt werden. Im MOOC „Gratis Online Lernen“ der Uni Graz haben das einige Volkshochschulen genauso erfolgreich ausprobiert, wie in den 35 MOOC-Bars im Rahmen des ichMOOCs der Bremer- und Hamburger VHS.

Und es geht weiter: Aus den Videos können sich KursleiterInnen einzelne Videos für ihre Kurse heraussuchen und eigene Kurskonzepte darauf aufbauen. Das sind wir schon sehr an einem Flipped-Classroom-Konzept.

Mit etwas Geduld kann so der Übergang zu den „Erweiterten Lernwelten“ auch in den Volkshochschulen geschafft werden. Es bleibt spannend!

Verfasst von: Joachim Sucker | 20. November 2016

Evaluation von Onlinekursen

Am 3. November 2016 war ich auf der  Fachtagung „Digitalisierung in der Weiterbildung – Alles neu durch 4.0?“ eingeladen. Veranstaltet durch die k.o.s GmbH. Mein Thema war die Evaluation von Online-Kursen am Beispiel des ichMOOCs.

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Die Veranstalter haben auf ihrer Website die Tagung wie folgt angekündigt: „Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft. Auch im Feld der Bildung werden die Innovationspotenziale der Digitalisierung breit diskutiert. In vielen Lehrerzimmern und Vorlesungssälen sind Flipped Classrooms und Open Educational Ressources bereits angekommen. Aber was ist mit dem Feld der Erwachsenen- und Weiterbildung? Wo liegen hier die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung? Und was bedeutet Bildung 4.0 für Weiterbildungsanbieter in Berlin?Die Fachtagung hat das Ziel, Erfahrungen zum digitalen Lernen in der Berliner Weiterbildungslandschaft zu sammeln, zu reflektieren und zu gestalten. Weitere Infomationen finden Sie im ausführlichen Programm hier.“


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Als Experiment hatte ich meine Präsentation bereits einige Tage vorher offen ins Web gestellt und über Twitter und Facebook verbreitet. Im Workshop hatte sich niemand vorab darüber informiert.

Zwar konnte ich das Thema Evaluation in der Kürze nicht umfassend darstellen, aber mir war wichtig, den Zusammenhang zwischen digitalen Angeboten und der Digitalisierung der Bildungseinrichtung aufzuzeigen. Vorne digitale Angebote und im backoffice traditionell mit Hierarchie und Anwesenheitspflicht zu arbeiten, das wird auf Dauer nicht funktionen. Ich hatte dazu bereits im Blog des Deutschen Volkshochschulverbandes unter der Überschrift „Ist Digitalisierung Chefsache“ geschrieben.

Dieses Thema wird mich noch lange begleiten 😉

Verfasst von: Joachim Sucker | 1. November 2016

Alle mal bloggen bitte!

bildschirmfoto-2016-11-01-um-14-08-35Nun ist der VHS-Blog zum Volkshochschultag schon wieder Geschichte. Er ist es wert, noch einmal betrachtet zu werden, denn ich bin von dieser Form des Corporate-Blog sehr überzeugt.

Der Blog war als Vorbereitung zum Deutschen Volkshochschultag 2016 in Berlin ausgelegt. Das Thema lautete: „digitale Teilhabe“. Im Blog haben Nina Oberländer und ich die unterschiedlichen Töne im digitalem Orchester anklingen lassen.

Für Nachahmer liste ich hier meine (unvollständigen) Erfolgsfaktoren auf:
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Es braucht einen roten Faden
Digitalisierung und deren Folge für die Erwachsenenbildung ist zweifelsohne ein wichtiges Thema und regt zu Kontroversen an. Wir haben den Begriff Digitalisierung heruntergebrachten, greifbar gemacht. Ihn in Alltagsbezug gebracht und Bodennähe hergestellt. Wichtig ist, hier einen authentischen Zugang zum Thema zu finden und genügend Raum für Kommentare zu lassen. Keine Besserwisserei, sondern Denkräume öffnen. Dabei hilft es natürlich, wenn die Blogger*innen eine Vorstellung von ihren Leser*Innen haben.
Eine Vision schadet nicht. Im Gegenteil. Menschen an der Entwicklung der eigenen Vision teilhaben zu lassen, es gibt kaum etwas aufregenderes. Und trotzdem braucht es einen Abstand zur eigenen Begeisterung. Dazu war dieses Thema zu vielschichtig.

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Ein Anlass ist immer gut
Der VHS-Tag war ein guter Ankerpunkt. Nicht nur, weil es zufällig passte, sondern weil Konferenzen vor ab einen verwertbaren Content brauchen. Dieser Content führt ins Thema ein, kann es qualitativ aufbauen und den Beteiligten schon im Vorfeld  Teilhabe ermöglichen. Der Weg zur Flipped-Konferenz (unser eigentliches Ziel) wird damit kürzer.
Wichtig wäre, das Thema so aufzustellen, dass nach dem Event eine Weiterführung möglich ist. Content ist wichtig und warum den Content abschalten. Der Blog ist noch sichtbar, allerdings ist die Kommentarfunktion abgeschaltet. Dieser passive Zustand ermöglicht aber zumindest den Content als Archiv zu vernetzen.

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Ohne Freiheit wird es nichts
Der Deutsche Volkshochschulverband hat Nina und mir die nötige Freiheit zugestanden. Es hat nicht allen in der VHS-Familie gefallen, dass Gastbeiträge die Existenz der VHS in Frage stellen. Der Verband hat sich nicht beirren lassen und hier Stärke gezeigt. Er hat uns machen lassen. Verbandsuntypisch wurde die Kontrolle mal hinten angestellt. Blogs sollen authentisch sein – so kann es gelingen. Die 161 Kommentare sind ein Indiz für einen offenen Zugang. Wenn der Content vorher abgestimmt werden muss, verliert er oft an Vitalität. Ohne diese Freiheit kann ein Blog auch nicht „Externe“ interessieren. Und da ein Blog ein Schritt in die aktive Vernetzung ist, sollten die Akteure glaubhaft sein.

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Blogs werden von Menschen geschrieben
Auch Corporate Blogs werden immer von Menschen geschrieben, die nach Möglichkeit ehrliche Beiträge schreiben sollen. Nicht der kleinste gemeinsame Nenner im Unternehmen oder Verband ist für die Leser/innen interessant. Zuspitzungen werden eher gelesen und kommentiert. Die Redaktion soll identifizierbar sein. Bei Nina und mir war klar: Wir sind Protagonisten des Konzeptes „Erweiterte Lernwelten“ und schreiben aus dieser, eher optimistischen Sicht über den digitalen Klimawandel. Wir haben durch über 161 Kommentare (in 4 Monaten) unsere Relevanz in der Erwachsenbildung gezeigt bekommen.
Eine Portion Mut braucht es auch. Gerade im pädagogischen Umfeld wird häufig das Haar in der Suppe gesucht und gefunden. Nichts ist perfekt. Wer Kritik schlecht aushält, sollte die Finger vom öffentlichen Schreiben lassen.

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Die Mischung macht´s
Gastbeiträge und Medienwechsel lockern den Blog auf. Auf Dauer ist das ewig Gleiche im Blog ermüdend. (Da werde ich hier noch einiges ändern ;-))
Text, Video-Interviews und Gastbeiträge können einen guten Mix schaffen. Die Blogbeiträge wurden von einzelnen Projektvorstellungen getrennt. Auch haben wir unsere Medienwerkzeuge vorgestellt. Das sollte den Zugang erleichtern und zur Nachahmung anregen. Videointerviews mit dem Smartphone, Konferenzen mit Google-Hangout, Adobe Connect

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Ein Blog ist Arbeit – kostet also Geld
Und das schreibe ich hier nicht, weil wir bezahlt wurden. In einem Blog zeigen die Absender ihre Haltung zum Geschäft und der Gesellschaft. Sie können sich unterschiedlich positionieren. Dazu braucht es einen Plan und eine Redaktion und keinen Praktikanten.
Gastbeiträge, Videointerviews vor Ort oder Videokonferenzen zu organisieren ist nicht mal so eben getan. Die richtigen Gastschreiber suchen, die ihrerseits zum Content etwas zu sagen haben und in der Zielgruppe auch einen „Namen“ haben, zu finden – das braucht einen Plan und Zeit.
Der vhsBlog hat sicherlich durch gut gewählte Gastschreiber/Innen dazu beigetragen, dass sich Volkshochschule im Orchester der Erwachsenenbildung einen guten Platz verschafft hat.

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Im Alltagsgeschäft gehen Strategie, Zukunft und Visionen meist unter. Viele Einrichtungen nutzen dafür das Instrument der Leitbildentwicklung. Aber seien wir ehrlich, dass sind oft nichtssagende Wortketten. Im Blog kann das Unternehmen über einen längeren Zeitraum glaubhaft Themen transportieren und eine eigene Haltung dazu stellen.

Nach einer Pause wird sich der Deutsche Volkshochschulverband wieder einem neuen Blog zuwenden. Ich bin gespannt und wünsche viel Erfolg damit.

Abschließend möchte ich die Frage aufwerfen, wie ein Blog in der Weiterbildung aussehen könnte.
Für welche Zielgruppe ist ein Blog geeignet? Sind es die Kollegen oder die Kunden der Weiterbildungseinrichtung?


 

Der Blog in Zahlen:
Beiträge: 35
Kommentare: 161
Nutzer: 3.574
Sitzungen: 6.721
Seitenaufrufe: 13.134

Die Resonanz in den Social Networks haben wir nicht getrackt. Die Sichtbarkeit des Blogs dürfte bei mehreren 100.000 liegen.

Verfasst von: Joachim Sucker | 4. Mai 2016

Neue Wege

Nach 25 Jahren Hamburger Volkshochschule widme ich mich nun den Themen Digitalisierung und Marketing. Das Neue daran ist: ich arbeite freiberuflich. Zu Hause an der Ostsee richte ich mich ein, spare lange Wege nach Hamburg in die VHS und kann doch der Volkshochschule ganz Nahe sein.

Mein erster Job ist der Aufbau und die Redaktion den neuen Blogs des Deutschen Volkshochschule Verbandes (DVV) zum Thema „digitale Teilhabe“.  Nina Oberländer und ich sind wir für den Blog verantwortlich. Wir können uns richtig austoben, denn der DVV vertraut auf unser Urteil und unser Netzwerk. Die Stichworte sind: digitale Bildungsrevolution, New Work, Arbeit 4.0, das digitale ich, Smart City oder Selbstverständnis von Volkshochschulen. Nach kurzer Zeit (2.5.16) hatten wir über 3.500 Besucher und fast 100 Kommentare. Natürlich ist noch genug Platz für Dein Kommentar. Ursprünglich als Vorbereitung für den VHS-Tag in Berlin konzipiert, wird der Blog sicherlich danach weitergeführt.

Es geht also gut los und ich halte Euch künftig hier auf dem Laufenden.

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